Bei einer Anzahl von insgesamt ca. 75.000 Gästebetten auf der Insel ist es leicht verständlich, dass die meisten der ca. 27.000 Einwohner von Sylt direkt oder indirekt vom Tourismus leben. Außerdem pendeln täglich ca. 3000 Arbeitnehmer vom eher strukturschwachen nordfriesischen Festland zur Arbeit nach Sylt.
Die hohen Immobilien- und Lebenshaltungskosten sind für die Insulaner Segen und Fluch zugleich. Einerseits bringt der mit dem Tourismus verbundene wirtschaftliche Aufschwung Wohlstand, ein Überangebot von Arbeitsplätzen und eine sehr gute Infrastruktur. Es sind aber vor allem die Einwohner in den unteren Einkommensschichten, die unter den hohen Lebenshaltungskosten zu leiden haben. Für Hauseigentümer ist es oft profitabler an Touristen und nicht mehr an Insulaner zu vermieten. Deshalb steigen die Langzeitmieten entsprechend und viele Menschen können sich ein Leben auf Sylt kaum noch leisten. Viele Insulaner verlassen auch die Insel.