Als Jahrhundertflut wird weithin die große Flut vom 16. und 17. Februar 1962 bezeichnet, die allein in Hamburg 315 Menschen tötete. Orkanböhen mit Geschwindigkeiten von ca. 200km/h führten zum Bruch von verschiedenen Dämmen und der Überflutung weiter Landstriche - so stand ca. ein Sechstel des Hamburgischen Staatsgebietes unter Wasser. Über 60.000 Menschen wurden obdachlos. Durch den beherzten Eingriff des damaligen Hamburger Innensenators und späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt und dem Einsatz von ca. 25.000 Hilfskräften konnte vielen Menschen in der Notlage unbürokratisch geholfen werden. Als Konsequenz der Jahrhundertflut wurde das gesamte Konzept des Küstenschutzes einer grundlegenden Überprüfung unterzogen. Viele Deiche wurden erhöht, neu gebaut oder in ihrer Konstruktion verbessert. Obwohl das Wasser bei der großen Flut am 3. Januar 1976 noch höher stieg als am 16. und 17. Februar 1962, konnte diesmal eine Katastrophe verhindert werden.